Ein Abend in der verbotenen Stadt
Posted by StEvIeCgN | Posted in Arbeit | Posted on 27-11-2009
2
Das Trauerspiel begann als sich unserer Geschäftsführer zu einem Besuch anmeldete. Schlimm genug, nein, es kam noch schlimmer, als mir unser Vertriebsleiter den tollen Vorschlag unterbreitete mit unserem Chef nach Düsseldorf in ein Brauhaus zu fahren. Nun gut, da musste ich jetzt durch, denn wie immer wurde ich als letzter gefragt. Wahrscheinlich weil man meine Ablehnung gegen Düsseldorf schon kennt. Aber die ist halt angeboren. Bin halt ne “kölsche Jung”
. Der Abend rückte näher und nachdem wir unseren Geschäftsführer quasi mit einer Not-OP vom Telefon trennten, ging es dann auch los. Ein Glück das ich nicht fahren musste, nicht das ich mich mit „Alt“-Bier besaufen wollte, aber Lust auf die Fahrerei hatte ich auch nicht. Und stellt euch vor, wir waren fast in einer Rekordzeit in Düsseldorf, keinen Stau, nichts…… Ich erklärte es mir so, „wer will schon nach Düsseldorf“ *lach*
Nachdem wir den LKW (Audi Q7) meines Chefs in die 2m hohe Tiefgarage gequetscht hatten, ging es ab in die Altstadt. Nennt es Einbildung, aber die Leute sind komisch drauf in Düsseldorf.
Nach 10 min. Fußweg kamen wir dann an der besagten Schumacher Brauerei an. Wie bestellt, hieß uns eine Jagdbläser Truppe aus Hilden willkommen. Ab, an den Trötten vorbei in die Brauerei, gut besucht war sie, und ich muss sagen, es war auch gemütlich. Wären die Bierglässer länger und schmaler gewesen, die Suppe darin nicht so komisch dunkel und die Leute nicht da, hätte ich glatt gedacht ich bin Köln ^^. Das Essen konnte meine Stimmung dann doch was heben, die Bläser waren nicht nur aus Spaß da, sondern es war „Wildtag“ (einmal im Jahr, und wir treffen den Tag / welch glückliche Fügung) somit gab es eine üppige Tageskarte mit Wildgerichten. Es reichte vom Wildragout bis Hasenkeulchen. Ich entschied mich für den Frischlingsrücken mit Wirsing und Schupfnudeln. Diese Entscheidung sollte ich auch nicht bereuen. Zu diesem leckeren Essen wollte ich dann mal vom Alt auf eine Cola schwenken, die Bestellung wollte der Köbes (nennt man die in Düsseldorf auch so??) fast ignorieren, nach bisschen Diskussion bekam ich dann meine Cola. Mein Teller war fast schon leer, als die Bläser auf einmal neben unserem Tisch standen und ihr (Nicht-)Können erneut zum Besten gaben. (Zwischenfrage: Sterben die Tiere bei der Jagd eigentlich durch den tödlichen Krach der Trötten, oder durch das Schrot?) Aber auch das ließ ich geduldig über mich ergehen. Gut gesättigt und mit dröhnendem Kopf gingen wir zurück zu unserem LKW. Nach gefühlten 10 min. mit 240 km/h auf der A57 / A1 kamen wir in Frechen an. Mit 2 Aspirin und einem vollen Magen legte ich mich ins Bett und war froh aus der verbotenen Stadt nur mit leichten Blessuren zurückgekommen zu sein. *grins*
